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Orte im Rhein-Sieg Kreis > Bad Honnef > Bergbau
Das Schmelztal hat die wohl längste und größte Bergbaugeschichte im Rhein-Sieg-Kreis. Von Bad Honnef aus fährt man die Schmelztalstraße (L144) in Richtung Aegidienberg. Auf beiden Seiten lassen sich viele Bergbaurelikte finden.
Beginnen wir am ehemaligen Bergwerkshaus, das sich von Bad Honnef aus auf der linken Seite befindet. Hier war noch vor einigen Jahren bis zu einen Brand ein "Club für tollerante Paare" untergebracht. Gebaut wurde es aber für die naheliegenden Bergwerke und diente nach deren Schließung noch jahrelang als Hotel. In direkter Umgebung finden sich noch viele Spuren des Bergbaus Johannesberg. Ob sich hier auch ein Stollen befunden hat, kann ich zur Zeit nur vermuten, aber viele Spuren deuten darau hin.
Geht man die Strecke ein wenig wieder zurück nach Bad Honnef, trift man hinter den drei Wohnhäusern in einem Siefen ebenfalls verbrochene Stollenmundlöcher an, die aber nur schwer zu erkennen sind.
Fahren wir jetzt vom Bergwerkshaus weiter auf den nächsten Parkplatz auf der linken Seite (Einsiedlertal), so können wir hier mehr Spuren finden, wenn man dem Weg Richtung Löwenburg folgt. Bereits nach wenigen Metern sieht man die Reste einer Stollenmauerung der Grube Glückliche Elise. Vor dem Stollen erkennt man auch noch Grundmauern, vermutlich von der Aufbereitung. Etwas abseits sieht man einen See, den sollte man aber nicht betreten. Es handelt sich um einen abgesoffenen Schacht. Ob dieser verfüllt wurde ist mir nicht bekannt.
Wieder zurück am Parkplatz geht es ein Stück die Straße bis zur nächsten Kurve entlang. Hier soll sich die Grube Adler befunden haben. Reste konnte ich bei einer ersten Tour nicht entdecken.
Östlich des Servatiushofes hatte sich die Grube Britannia befunden. Geringe Bodenspuren deuten noch auf einen möglichen Bergbau hin.
(MK)
Ehemaliges Bergwerkshaus mit wechselhafter Geschichte
Stollenmundloch der Grube Glückliche Elise
Sinterablage in einem kleinem Stollen